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Lipödem, Histamin und Insulin: Mae teilt ihre Erfahrungen



Bei LIPOELASTIC ist es uns wichtig, Frauen mit Lipödem nicht nur mit Fachwissen zu begleiten, sondern auch mit persönlichen Erfahrungen. Denn beides hat seinen Wert: medizinische Einordnung auf der eigenen Seite und echte Lebensrealität auf der anderen.

Genau deshalb möchten wir immer wieder auch Frauen zu Wort kommen lassen, die offen über ihren Weg mit der Erkrankung sprechen. Solche Berichte ersetzen keine Diagnose und keine medizinische Beratung – aber sie können helfen, sich verstanden zu fühlen, neue Fragen zu stellen und Anregungen für den eigenen Weg mitzunehmen.

In diesem Beitrag erzählt Mae, auf Instagram und TikTok bekannt als Les idées de Mae, von ihrer Geschichte mit dem Lipödem. Sie spricht über ihren Diagnoseweg, ihre Erfahrungen mit dem Schweizer Gesundheitssystem, ihren Blick auf Ernährung – und darüber, warum die Themen Histaminintoleranz und Insulinresistenz für sie persönlich so wichtig geworden sind.

Wichtig ist dabei: Das Lipödem betrifft fast ausschließlich Frauen, die genaue Häufigkeit ist aber nicht abschließend geklärt und wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben. Gerade deshalb ist es sinnvoll, persönliche Erfahrungen differenziert einzuordnen und individuelle Verläufe ernst zu nehmen.

 

Mae im Porträt: Wer hinter Les idées de Mae steckt

Porträt einer jungen Frau in violetter Bluse in einem hellen Wohnraum; Bild zu einem Erfahrungsbericht über Lipödem, Histamin und Insulin

Maeva ist 29 Jahre alt, liebt Literatur, Kunst, Kochen, Gesundheit und Schreiben – und lebt, wie sie selbst sagt „mit 200 km/h“. Auf ihren Social-Media-Kanälen teilt sie seit einiger Zeit offen ihren Weg mit dem Lipödem, ihre Recherchen und viele Gedanken, die sie sich im Laufe der Jahre rund um Gesundheit, Ernährung und Selbstfürsorge gemacht hat.

Sie beschreibt sich selbst als neugierig, positiv und zugewandt. Gleichzeitig ist ihr wichtig, nicht nur Inhalte zu posten, sondern einen Raum zu schaffen, in dem andere Frauen sich verstanden fühlen können.

Mae bringt dabei eine französischsprachige Perspektive ein und spricht auch über Erfahrungen, die sie im Schweizer Gesundheitssystem gemacht hat. Gerade diese Mischung aus persönlichem Erleben, Recherche und Community-Nähe macht ihren Blick auf das Thema so interessant.

 

Maevas Diagnoseweg: Wie sie ihr Lipödem erkannt hat

Diagnostiziert wurde Mae im April 2019. Rückblickend beschreibt sie die Monate davor als eine Art abruptes Aufwachen: plötzlich auftretende, ungewöhnliche Schmerzen in den Beinen, ein inneres Hitzegefühl, diffuse Beschwerden, die sie vorher so nicht kannte.

Wie viele andere begann sie zunächst selbst zu recherchieren. Zum ersten Mal stieß sie dabei auf den Begriff Lipödem, verfolgte ihn aber noch nicht weiter. Der eigentliche Wendepunkt kam erst einige Wochen später, als sie auf YouTube auf ein Video stieß, in dem eine andere Betroffene ihre Symptome schilderte. Mae erkannte sich darin sofort wieder – und begann, ihren eigenen Weg zur Diagnose ernsthaft zu verfolgen.

Die Diagnose selbst war für sie eine enorme Erleichterung. Endlich hatte das, was sie gespürt hatte, einen Namen. Und vor allem: den Beweis, dass sie sich ihre Beschwerden nicht eingebildet hatte.

Erfahren Sie außerdem, was es mit der Lipödem Erkrankung generell auf sich hat und  wie die Diagnose erfolgt.

 

Zwischen Hoffnung und Frust: Wie es nach der Diagnose weiterging

Nach der Diagnose ging zunächst alles schnell. In der Schweiz, wo Mae diagnostiziert wurde, folgten umfangreiche Untersuchungen und es stand früh im Raum, operative Schritte zu planen.

Dann kam jedoch eine Phase großer Unsicherheit. Mae berichtet, dass sie über längere Zeit zwar regelmäßig zu Kontroll- und Messterminen eingeladen wurde, sich aber therapeutisch kaum etwas bewegte. Für sie fühlte sich das wie Stillstand an – und wie ein Zustand, in dem sie nicht wirklich wusste, wie es weitergeht.

Ein wichtiger Halt war in dieser Zeit ihre Physiotherapeutin, die sie eng begleitete. Schließlich entschied Mae, sich neu zu orientieren und einen anderen chirurgischen Weg einzuschlagen – auch wenn das für sie finanziell nicht einfach war.

Heute beschreibt sie ihren Umgang mit dem Lipödem deutlich freier. Nicht, weil die Erkrankung „weg“ wäre, sondern weil sie ihr heute weniger Raum im Kopf nimmt und sie gelernt hat, ihren Fokus stärker auf Gesundheit, Balance und Lebensqualität zu legen.

 

Warum Histamin und Insulin für Mae so wichtig wurden

Junge Frau mit Unterlagen in der Hand; Symbolbild für Diagnose, Auswertung und persönliche Auseinandersetzung mit Lipödem, Histamin und Insulin

Nach ihren Operationen wuchs bei Mae der Wunsch, noch genauer zu verstehen, was ihrem Körper langfristig guttut. Dabei rückten für sie das Thema Mikrobiom, später auch Histamin und Insulin stärker in den Fokus.

In ihrer Familie wurde schon länger viel über Gesundheit, Langlebigkeit und Lebensstil gesprochen. Für Mae war das ein Anstoß, sich intensiver begleiten zu lassen. Im Rahmen weiterführender Untersuchungen wurde bei ihr unter anderem eine Insulinresistenz festgestellt. Für sie war das ein Wendepunkt, weil sie in Gesprächen mit anderen betroffenen Frauen merkte, dass Stoffwechselthemen auch dort immer wieder auftauchen.

Hier ist eine sachliche Einordnung wichtig: Mae berichtet von ihrem persönlichen Befund. Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage für alle Frauen mit Lipödem ableiten. In der Fachliteratur werden hormonelle und metabolische Zusammenhänge zwar diskutiert, das Bild ist aber nicht einheitlich. Die deutsche Lipödem-Leitlinie beschreibt mögliche Zusammenhänge mit Adipositas, Hyperinsulinämie und metabolischen Faktoren, betont aber zugleich, dass Verläufe individuell sehr unterschiedlich sein können.

Für Mae wurden die Themen Histaminintoleranz bei Lipödem und Insulinresistenz dadurch zu wichtigen Bestandteilen ihres persönlichen Gesundheitswegs.

 

Warum Mae ihren Account Les idées de Mae gegründet hat

Junge Frau mit einem Teller Essen; Bild zum Thema Ernährung bei Lipödem und persönliche Erfahrungen mit gut verträglicher Ernährung

Mae erzählt, dass sie schon kurz nach ihrer Diagnose den Wunsch hatte, offen über das Lipödem zu sprechen. Lange fehlte ihr aber der Mut. Sie hatte Angst, auf die Erkrankung reduziert zu werden und wollte sich mit etwas so Persönlichem nicht sofort öffentlich zeigen.

Mit der Zeit änderte sich das. Nicht zuletzt durch Gespräche mit Fachpersonen und durch ihre eigene Auseinandersetzung mit Themen wie Ernährung, Mikronährstoffen, Darmgesundheit und Lebensstil. Sie beschreibt diese Phase als sehr prägend – auch, weil sie zum ersten Mal das Gefühl hatte, individuell gesehen und ernst genommen zu werden.

Aus diesem Bedürfnis heraus entstand Les idées de Mae: ein Ort für Austausch, Informationen und Orientierung. Nicht nur zu medizinischen Fragen, sondern zum Leben mit Lipödem insgesamt.

Mae möchte dort genau das teilen, was sie selbst gern früher gewusst hätte – und was vielen Betroffenen im Alltag fehlt: Erfahrungen, Ressourcen, Hinweise auf mögliche Zusammenhänge und vor allem das Gefühl, mit all dem nicht allein zu sein.

Erfahren Sie hier, wie Sie die Diagnose mental verarbeiten können und welche Lifehacks Ihnen im Alltag mit dem Lipödem helfen können.

 

Was Mae Betroffenen zu Histaminintoleranz und Insulinresistenz rät

Mae betont sehr klar, dass niemand vorschnell annehmen sollte, automatisch eine Histaminintoleranz oder Insulinresistenz zu haben – nur weil diese Themen im Lipödem-Kontext diskutiert werden.

Ihr wichtigster Rat lautet deshalb: nicht selbst diagnostizieren, sondern gezielt abklären lassen.

Das gilt besonders für Histamin. Die deutschsprachige Leitlinie zum Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Unverträglichkeiten häufig vermutet, aber nicht immer objektiv bestätigt werden können. Verlässliche Laborparameter fehlen oft und zu strenge Eliminationsdiäten ohne fachliche Begleitung können problematisch sein.

Für Mae ist deshalb entscheidend:

  • Die richtigen Untersuchungen zu machen,
  • Sich von qualifizierten Fachpersonen begleiten zu lassen,
  • Symptome aufmerksam zu beobachten
  • Und Veränderungen nicht allein auf Basis von Social Media oder Internetrecherche vorzunehmen

Gerade bei Themen wie Ernährung, Histamin und Insulin lohnt sich ein individueller Blick – nicht nur ein allgemeiner Trend.

Junge Frau mit einem Teller selbstgemachter herzhafter Küchlein

Welche Ernährung Mae persönlich gutgetan hat

Mae ist mit mediterraner Küche aufgewachsen. Viel frisches Essen, Olivenöl, Gemüse, Fisch – also eigentlich genau das, was häufig als gute Basis empfohlen wird. Trotzdem stellte sie im Laufe der Zeit fest, dass auch eine grundsätzlich ausgewogene Ernährung nicht automatisch für jeden Person gleich gut funktioniert.

Vor ihren Operationen beschäftigte sie sich zunächst mit einer antiinflammatorischen Ernährung. Später lernte sie das Thema niedriger glykämischer Index kennen. Den größten Unterschied machte für sie aber erst die individuellere Begleitung, bei der sie ihre Ernährung zunehmend histaminarm und kohlenhydratärmer gestaltete.

Wichtig ist auch hier die Einordnung: Mae beschreibt ihren persönlichen Weg, nicht eine allgemeingültige Lipödem-Ernährung. Die aktuelle Forschung zu Ernährungsstrategien bei Lipödem entwickelt sich weiter, pauschale Standardempfehlungen für alle Betroffenen lassen sich daraus aber nicht ableiten. Reviews betonen deshalb, dass Ernährungsansätze möglichst individuell geplant werden sollten – unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen, Beschwerden und Verträglichkeiten.

Mae selbst beschreibt ihren Ansatz heute als alltagstauglich und flexibel: überwiegend angepasst an ihre Bedürfnisse, aber nicht dogmatisch. Gerade dieser Punkt ist ihr wichtig, weil sie sich bewusst sein gesundes Verhältnis zum Essen erhalten möchte.

Erfahren Sie mehr zum Thema Lipödem und Ernährung in unserem Interview mit Lipödem Coach Tina Schwarz.

 

Wichtig zu wissen: Erfahrungen können helfen, ersetzen aber keine medizinische Abklärung

Buch über Histaminintoleranz in den Händen einer Frau

Genau hier liegt der wichtigste Punkt dieses gesamten Beitrags.

Mae teilt Erfahrungen, Beobachtungen und Zusammenhänge, die für sie persönlich relevant waren. Das kann für andere Frauen hilfreich und inspirierend sein – sollte aber nicht mit einer allgemeinen medizinischen Empfehlung verwechselt werden.

Gerade bei Themen wie Histaminintoleranz, Insulinresistenz, Mikrobiom oder speziellen Ernährungsformen gilt:

  • Bitte vermeiden Sie Selbstdiagnosen.
  • Lassen Sie Beschwerden ärztlich oder ernährungsmedizinisch abklären.
  • Größere Veränderungen bei Ernährung oder Supplementen sollten nicht allein auf Basis von Social Media oder Einzelerfahrungen erfolgen.

 

Fazit: Mae macht Mut, genauer hinzuschauen

Mae zeigt mit ihrer Geschichte, wie unterschiedlich Wege mit Lipödem verlaufen können. Ihre Erfahrungen mit Histamin, Insulinresistenz und Ernährung sind keine Schablone für alle – aber sie machen deutlich, wie wichtig es sein kann, den eigenen Körper ernst zu nehmen und individuelle Muster genauer anzuschauen.

Gerade für Frauen mit Lipödem, die sich mit Themen wie Ernährung, Histamin oder Insulin beschäftigen, kann dieser Erfahrungsbericht neue Denkanstöße geben.

Genau darin liegt der Wert ihres Berichts: nicht in einfachen Antworten, sondern in der Ermutigung, Fragen zu stellen, Beschwerden ernst zu nehmen und sich passende Unterstützung zu suchen.

Wenn Sie sich weiter über Lipödem, Diagnose, Alltag und mögliche Wege im Umgang mit der Erkrankung informieren möchten, finden Sie in unserem Blog weitere Beiträge über allgemeine Informationen zum Lipödem, Diagnosestellungmentaler Umgang mit der Diagnose und Lifehacks für den Alltag mit Lipödem.
Und folgen Sie unseren Lipödem Heldinnen auf Instagram um regelmäßigen Content rund ums Lipödem nicht zu verpassen!

 

FAQ: Häufige Fragen zu Lipödem, Histamin und Insulin

Q: Gibt es einen gesicherten Zusammenhang zwischen Lipödem, Histaminintoleranz und Insulinresistenz?
A: Es gibt derzeit keine einfache, für alle Betroffenen gültige Antwort. Mae berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen. In der Forschung werden metabolische und hormonelle Zusammenhänge diskutiert, die Datenlage ist aber nicht einheitlich.

Q: Sollte man sich bei Verdacht auf Histaminintoleranz selbst histaminarm ernähren?
A: Davon ist ohne fachliche Begleitung eher abzuraten. Leitlinien weisen darauf hin, dass Histaminintoleranz häufig vermutet wird, die Diagnostik aber schwierig ist und starre Eliminationsdiäten problematisch sein können.

Q: Kann Ernährung bei Lipödem eine Rolle spielen?
A: Ja, Ernährung kann im Alltag und im Umgang mit Begleitfaktoren eine Rolle spielen. Welche Form sinnvoll ist, sollte aber möglichst individuell betrachtet werden. Pauschale Diätempfehlungen für alle Frauen mit Lipödem sind nicht sinnvoll.


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